Wie wird ein Auto entwickelt? Es muss „Designer“ geben, die sich überlegen, wie es funktionieren und aussehen soll. Es muss „Konstrukteure“ geben, die es bauen. Ganz am Ende wird es dann Leute geben, die damit fahren.
In unserer digitalen Welt stecken wir üblicherweise in der Rolle der „Autofahrer“: Wir verwenden Smartphones, Tablets, Computer – was dahinter steckt, weiß kaum jemand.
Prof. Dr. Subhash Khot von der New York University brachte am 17. September etwas Licht in dieses Dunkel. Im Rahmen des Heidelberger Laureate-Forums stattete er dem LFG einen Besuch ab und hielt einen Vortrag für die Schülerinnen und Schüler der Mathematik-Leistungskurse. Prof. Khot erhielt er für seine Arbeiten auf dem Gebiet der theoretischen Informatik den Nevanlinna-Preis, der so etwas wie der Nobelpreis im Fach Informatik ist und nur alle vier Jahre verliehen wird – ein echter Hochkaräter also!
Als theoretischer Informatiker steckt Prof. Khot in der Rolle des „Designers“. In seinem Vortrag gab er Einblicke in klassische Probleme der „Computer Science“ wie Sortieralgorithmen oder das „Problem des Handlungsreisenden“ oder die Spieltheorie. Er klärte, ob jedes Problem algorithmisch von einem Computer gelöst werden kann (nein!), ob die Verschlüsselung unserer Daten und Kommunikationswege wie heute funktionieren können wird, wenn Quantencomputer entwickelt werden (nein!), welche Rolle Informatik bei dem Bestreben der Gewinnmaximierung in der Wirtschaft spielt (eine riesige!).
Abschließend gewährte er auch Einblicke in seinen Arbeitsalltag und seinen persönlichen Werdegang, der mit einer Schulzeit in Indien und völlig ohne Computer begann.
Mit rauchenden Köpfen, neuen Einblicken und bei einigen auch Impulsen für die persönliche Zukunft danken wir Prof. Koth ganz herzlich für seinen Besuch!
A. Kühne und D. Yetkin




