LFG beim Bundesfinale von „Jugend trainiert für Olympia“ in Berlin

Mit gleich zwei Schulmannschaften war das Ludwig-Frank-Gymnasium (LFG) beim Bundesfinale von „Jugend trainiert für Olympia & Paralympics“ in Berlin vertreten. Sowohl die Jungenmannschaft der Leichtathletik U18 als auch das Hockeyteam der U16 hatten sich zuvor als Landessieger Baden-Württembergs für das Bundesfinale qualifiziert.

Die Reise begann am Dienstag – gerade einmal am zweiten Schultag nach den Sommerferien. Während die meisten Schülerinnen und Schüler noch in das neue Schuljahr starteten, machten sich die beiden LFG-Teams bereits auf den Weg zum größten Schulsportwettbewerb Deutschlands. Mit dem Zug ging es von Mannheim nach Berlin.

Sport, Geschichte und Hauptstadt

Der erste Tag in Berlin war von Dauerregen geprägt. Während die Hockeyspieler erst später in das Turniergeschehen einstiegen, stand für die Leichtathleten am Dienstag noch kein Wettkampf auf dem Programm. So blieb genügend Zeit, Berlin zu erkunden und gemeinsam die Stadt zu erleben.

Auf dem Programm standen unter anderem das Brandenburger Tor, das Holocaust-Mahnmal und das Stauffenberg-Denkmal. Sport und Geschichte gehörten damit gleichermaßen zu den Eindrücken dieser besonderen Woche.

Am Donnerstagabend waren die baden-württembergischen Teilnehmerinnen und Teilnehmer außerdem zu einem Empfang in die Landesvertretung Baden-Württemberg eingeladen – eine schöne Gelegenheit, die Begegnungen des Tages gemeinsam ausklingen zu lassen.

Leichtathletik: Platz zehn im Bundesfinale

Am Donnerstag ging es für die LFG-Leichtathleten schließlich um die Platzierung im Bundesfinale. Bei trockenem Wetter konnten sie ihr Können unter Beweis stellen. Zwar blieb die Mannschaft etwas hinter ihren bisherigen Leistungen zurück, am Ende stand dennoch ein respektabler zehnter Platz unter den besten Schulmannschaften Deutschlands.

Gleichzeitig gab es mehrere persönliche Erfolgserlebnisse: Über die 800 Meter stellten gleich drei LFG-Athleten persönliche Bestleistungen auf. Alois lief 2:08 Minuten, Lennox 2:11 Minuten und Marlon 2:14 Minuten.

Nach dem eigenen Wettkampf war für die Leichtathleten die Unterstützung der Hockeymannschaft angesagt. Am Freitag feuerten sie ihre Mitschülerinnen und Mitschüler gemeinsam mit mehreren hundert weiteren Zuschauerinnen und Zuschauern beim Finale lautstark an.

Hockey: Acht Spiele, acht Siege – und ein spektakuläres Finale

Für die U16-Hockeymannschaft des LFG entwickelte sich das Bundesfinale zu einem perfekten Turnier. An drei vollen Wettkampftagen absolvierte das Team insgesamt acht Spiele – und gewann alle acht.

Bereits in der Vorrunde gelangen drei Siege: 2:1 gegen die Karl-Rehbein-Schule aus Hanau (Hessen), 8:0 gegen das Humboldt-Gymnasium Potsdam (Brandenburg) und 13:2 gegen die Ganztagesgemeinschaftsschule aus Neunkirchen (Saarland).

Auch in der Zwischenrunde blieb das LFG souverän. Auf einen 9:0-Erfolg gegen Bremen folgte ein knappes 2:1 gegen das Arndt-Gymnasium Dahlem aus Berlin. Anschließend wurde Braunschweig aus Niedersachsen mit 6:0 besiegt.

Im Halbfinale wartete mit dem Städtischen Käthe-Kollwitz-Gymnasium München ein weiterer starker Gegner. Doch auch hier ließ das LFG nichts anbrennen und setzte sich mit 8:2 durch.

Eine wichtige Unterstützung während des gesamten Hockeyturniers waren dabei auch Lara und Mirja, die als Schülermentorinnen mit nach Berlin gereist waren. Sie standen der Mannschaft tatkräftig zur Seite und waren eine große Hilfe und Unterstützung rund um die Wettkämpfe.

Das Finale

Im Finale kam es erneut zum Duell mit dem Arndt-Gymnasium Dahlem – diesmal allerdings vor heimischem Publikum der Berliner Schule. Mehrere hundert Zuschauer sorgten für eine beeindruckende Atmosphäre und unterstützten die Gastgeber lautstark.

Zu Beginn zeigte sich das LFG davon etwas beeindruckt und geriet mit 0:1 in Rückstand. Doch die Mannschaft fand immer besser ins Spiel und erzielte noch vor der Halbzeit den Ausgleich zum 1:1.

Nach der Pause drehte das LFG dann richtig auf. Vier weitere Tore gelangen den LFG-Hockeyspielern in der zweiten Halbzeit, während Berlin nicht mehr treffen konnte. Endstand: 5:1.

Damit war der Jubel riesig: Das Ludwig-Frank-Gymnasium war Bundessieger im Hockey!

Großer Abschluss in der Max-Schmeling-Halle

Den krönenden Abschluss der Berliner Woche bildete am Freitagabend die große Abschlussveranstaltung in der Max-Schmeling-Halle. Dort kamen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aller Sportarten zusammen. Bei der Siegerehrung wurden die jeweils drei bestplatzierten Mannschaften der einzelnen Sportarten auf die große Bühne gebeten.

Für das LFG durfte Hockey-Torhüter Fabian die Mannschaft auf der Bühne vertreten und den besonderen Moment gemeinsam mit seinen Teamkollegen feiern.

Am Samstag ging es schließlich mit dem Zug zurück nach Mannheim. Im Gepäck: ein zehnter Platz im Bundesfinale der Leichtathletik, der Bundessieg im Hockey und vor allem viele gemeinsame Erlebnisse aus einer außergewöhnlichen Woche in Berlin.

U. Stemler

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