Beim Mitmachtag im Reiss-Engelhorn-Museum am vergangenen Sonntag war nicht nur für Saurier-Fans etwas geboten. Die Museumsgäste konnten sich über ein buntes Programm für die ganze Familie freuen: Es konnte gerätselt, gebastelt und gestaunt werden. So entstanden an diesem Tag viele bunte Dino-Buttons, individuelle Stop-Motion-Filme und allerlei Gespräche zwischen Groß und Klein über Bernstein, Ammonit & Co.
Das Highlight des Aktionstags war allerdings der Theaterauftritt von Fünftklässlerinnen und einem Fünftklässler des LFG. Denn die Theatergruppe „Auftritt“ machte ihrem Namen alle Ehre und verzauberte 200 Gäste im Anna-Reiß-Saal mit ihrem Stück „Projekt Arche“ unter der Leitung von Heike Craig. Ein Theaterstück rund um das Thema Klima, Anpassung, Artenvielfalt und die Frage, was passiert, wenn alles durcheinandergerät.
Im Stück von Heike Craig geht es um den Erzengel Gabriel, Leiter eines großen Engelbüros, der in regelmäßigen Abständen Mitarbeiter aus seiner Abteilung auf die Erde schickt, um auf dem blauen Planeten nach dem Rechten zu sehen. Die ausgewählten Engel, die sich bisweilen als ziemlich unfähig beweisen, finden leider bei jedem Erdengang eine kaputtere Erde vor. Damit es der Erde wieder besser geht, werden unverzüglich himmlische Neuerungen in die Wege geleitet. Leider gelingen diese Engelsmissionen nicht immer und so wurden in der Vergangenheit aus Versehen die Dinosaurier und das Mammut ausgerottet.
In der Gegenwart müssen die Engel nun feststellen, dass schon wieder etwas mit dem Planeten Erde nicht stimmt. Das Klima ist zu warm und es gibt überall Müll. Die Engel stellen sich die Frage: Wer darf diesmal mit auf die Arche und wer muss draußen bleiben?
Der Theatergruppe gelang es, sich den Themen Klimawandel und Artensterben auf humorvolle Weise anzunähern und dem Publikum zugleich den bitterernsten Kern der Aussage zu vermitteln. So konnten die Gäste des Mitmachtages nicht nur mit Buttons und kleinen Fossilien in der Tasche nach Hause gehen, sondern hatten auch genügend inhaltlichen Gesprächsstoff für den Heimweg.
(L. Schondelmaier, Inhalt des Stücks von P. Rolke)





